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Schlagwort: Genuss (Seite 2 von 5)

Chanel Cleeton –
Nächstes Jahr in Havanna

Chanel Cleeton - Nächstes Jahr in Havanna

Chanel Cleeton – Nächstes Jahr in Havanna

Marisol begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit. Als ihre innig geliebte Großmutter stirbt, wünscht sich diese sehnlichst, dass ihre Asche den Weg nach Kuba zurückfindet.

Mit einem Rechercheauftrag für ein Reisemagazin und der Asche ihrer Großmutter begibt sich Marisol nach Havanna. Dort angekommen wird sie bei Ana, einer alten Freundin ihrer Großmutter Elisa aufgenommen. Luiz, Universitätsprofessor und Rebell der Familie Anas spielt den Reiseführer und merkt schnell, das Marisol nicht nur eine eingebildete reiche amerikanische Touristin ist.

Marisol begreift schnell, warum Elisas Herz so an Kuba hing und die Flucht nach Amerika so schmerzhaft war.

Als Elisas Vermächtnis in Form von geheimen Briefen an ihren Liebsten in die Hände von Marisol gelangen, beschließt Marisol trotz vieler Warnungen, sich auf die Suche nach der wahren Liebe ihrer geliebten Großmutter zu machen.

Mit Marisol und Elisa begibt sich der Leser auf eine innige Reise nach Kuba. Hart umkämpft, rebellisch und von viel Leid geprägt, zeigt sich diese atemberaubende Stadt als eherne Festung, für die es sich als kubanisches Volk stets zu kämpfen lohnte.

Unterdrückung, Verstaatlichung, Gewalt und Folter stehen an der Tagesordnung. Vertrauen, Liebe und Hoffnung findet man nur im Verborgenen.

Elisas Vergangenheit und das ihrer großen Familie zeigt einem die von Rebellion und Umschwüngen geplagten Insel. Flucht scheint die einzige Überlebenschance, Florida scheint so nah.

Marisol hingegen ist sich der andauernden Gefahr erst bewusst, als sie sich in Luiz verliebt und hautnah zu spüren bekommt, was Rebellion bedeutet. Mutig, voller Hoffnung und mit einem klaren Ziel vor Augen, tritt Marisol immer mehr in die Fußstapfen ihrer Großmutter und die Vergangenheit schließt sich in einem tiefen Kreis von Flucht und einer unbekannten neuen Zukunft.

Chanel Cleeton hat mit „Nächstes Jahr in Havanna“ einen wunderschönen Roman über Liebe, Vergangenheit und Rebellion geschaffen. Während man den Mut von Elisa bewundert, rebelliert man mit Luiz und lüftet mit Marisol dunkle Familiengeheimnisse. Eine Hommage an Havanna, an eine lange vergangene Zeit und an die Freundschaft.

Vielen Dank an Heyne und an Jellybooks für das Rezensionsexemplar.


Pierre Martin –
Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer

Pierre Martin – Madame le Commissaire und der tote Engländer

Isabelle Bonnet kehr in ihr Heimatstädtchen zurück um sich von einem Bombenattentat in Paris zu erholen. Zum Schutz des Präsidenten abgestellt versucht sie jetzt mit den äußeren und inneren Narben, die sie erlitten hat, abzuschließen.

Fragolin, das kleine Dörfchen an der Côte d´Azur, zeigt sich von seiner besten Seite und begrüßt Isabelle mit offenen Armen. Sie trifft auf alte Freunde und erinnert sich nach und nach an die Menschen aus ihrer Kindheit, aber auch an den Tot ihrer Eltern. Nach dem schrecklichen Autounfall wurde Isabelle zu einer Tante gebracht um dann später erfolgreich Karriere bei der Pariser Polizei zu machen.

Kaum angekommen erfährt sie von dem Verschwinden eines mysteriösen Engländers und der Toten in dessen Villa. Aus Langeweile forscht sie ein wenig nach und stolpert über den Vermissten. Ihr Vorgesetzter aus Paris ist begeistert und macht Isabelle zur Madame le Commissaire. Als leitende Ermittlerin macht Sie es der örtlichen Polizei nicht gerade leicht.

Mit Eustache, einem Polizeiarchivar, als Unterstützung abgestellt erlebt sie noch ihr buntes Wunder. Der scheinbar verwirrte und völlig nutzlose Hüne entpuppt sich als wahres Hackergenie und als menschliches Lexikon.

Als der Bürgermeister ein Auge auf Isabelle wirft muss sie rasch feststellen, dass sich in Fragolin die Arbeit sehr wohl mit dem Vergnügen verträgt. Sie findet so Tag für Tag in ihr altes neues Leben zurück.

Mit Pierre Martin begeben wir uns an die französische Küste, schlemmen frischen Fisch und polieren unser Französischvokabular ein wenig auf. Wir genießen mit Isabelle den Traum von Freiheit und Arbeit, aber auch ihren Spürsinn. Während Isabelle von Eustache noch eine Menge lernen kann, wird Eustache hingegen klar, dass er mit seiner neuen Vorgesetzten seine Meisterin gefunden hat. 

Mit Leichtigkeit und einer guten Portion Ermittlungsarbeit meistern die beiden den Fall des vermissten Engländers. Als Krimifan steigt man hinab in die Tiefen der Geldwäsche, der Flucht in Steueroasen und in das Leben eines scheinbar reichen Mannes, dessen Betrugsmasche mehr als einen vermeintlichen Mordverdächtigen auf den Plan ruft.

Ich hoffe doch sehr, das Eustache auch in weiteren Folgen Isabelle Bonnet von seinem Können überzeugen kann und Isabelle noch über das ein oder andere Verbrechen an der sonnenverwöhnten französischen Küste stolpern wird.

Alexander Oetker –
Château Mort

Alles könnte so beschaulich sein. Erstklassiger Wein, ausgezeichnete Lagen und alte ehrwürdige Gemäuer in Familienbesitz. Doch der Kampf um gut erzeugten und besonders hochklassigen Wein ist hart.

Lucs Freund Richard bekommt das am eigenen Leib zu spüren. Er muss erweitern um an bessere Lagen zu kommen, aber geht man dafür über Leichen?

In Aquitaine, geplagt von einer fast schon unmenschlichen Hitzewelle, steht er alljährliche Marathon durch die Gärten der schönsten Châteaus bevor und Luc, Pariser Kommissar auf Heimaturlaub hat es gleich mit zwei vergifteten Läufern zu tun. Während der Präfekt gerettet werden kann, stirbt sein tags zuvor neu gewonnener Freund und Verkäufer eines altehrwürdigen Châteaus.

Die Ermittlungen sind mühsam. Den Einblick hinter die Fassade der scheinbar Schönen und Reichen, der wahren Verhältnisse in den Châteaus und die vermeintliche Beziehung zu Anouk, der hübschen Kollegin macht es Luc nicht leicht.

Mit Château Mort hat Alexander Oetker einen klassischen Lokalkrimi erschaffen, der äußerst gut recherchiert dem Hörer einen guten Einblick in die heutige Welt des Weines vermittelt und dabei natürlich nicht die Landschaft, Umgebung und die feinen Eigenheiten der Menschen im Médoc auslässt.

Frank Arnold vermittelt dem Lokalkrimi mit seiner Stimme die notwendige Spannung und überzeugt gekonnt als Meister seines Fachs.

Ich bin gespannt auf den nächsten Fall!

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