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Schlagwort: Vater (Seite 1 von 2)

Pierre Jarawan –
Am Ende bleiben die Zedern

Pierre Jarawan – Am Ende bleiben die Zedern

Was bleibt von uns übrig, wenn wir immer auf der Suche sind? Diese Frage muss sich Samir fast täglich selbst stellen.

Auf der Flucht aus dem Libanon verschlägt es die Familie nach Deutschland. Erst in einer Turnhalle, dann im Flüchtlingsheim und später dank des Engagements des Vaters geht es erstmals in ein eigenes Heim. Samir wächst als Kind in einer behüteten Familie auf. Deutschland hat sich als Chance für die Familie herausgestellt und auch die engen Freunde Hakim und dessen hübsche Tochter Yasmin profitieren von der Flucht.

Heimweh prägt jedoch den Vater Samirs so sehr, dass er beginnt, diesem wunderbare Geschichten aus dem fernen Libanon zu erzählen. Nichtsahnend, das Samir diese Geschichten irgendwann zu einer Flucht vor sich selbst und seinem Leben führen werden.

Eines Tages verschwindet der Vater spurlos und Samir verfällt in eine Starre, mit der er nicht wirklich umgehen kann. Die Familie löst sich auf, all die schönen Geschichten kleben an ihm und er kann sich nicht von ihnen lösen um sich selbst zu befreien.

Yasmin schlägt ihm eine Reise in den Libanon vor. Dort soll Samir nach seinem Vater zu suchen und mit seiner Vergangenheit endlich abschließen.

Dort jedoch trifft er, begleitet von einem begnadeten Taxifahrer, auf seine restliche Familie, alte Freunde seines Vaters und macht eine überraschende Entdeckung.

Mit Jarawan begeben wir uns in ein Land, was von Krieg und Machtkämpfen der Politik und dem Militär lange Jahre unterjocht und unterdrückt wurde. Viele Menschen sind spurlos verschwunden, einigen gelang die Flucht in ein scheinbar besseres Leben.

Einzig die alten Geschichten halten Samir am Leben und er lässt sich ganz nah auf den Libanon ein. Zwiegespalten bereist er die mystischen Stätten und begreift, dass die Geschichten keine Erfindungen seines Vaters wahren.

In „Am Ende bleiben die Zedern“ begibt man sich mit Samir auf eine Suche und hinein in eine Geschichte, die einen durch ein zerrüttetes Land und einen großen Zwiespalt der Kulturen führt. Man begibt sich in ein Land, welches lernen muss, seine eigene Geschichte zu bewahren.

Sandrone Dazieri –
In der Finsternis – Hörbuch

Die junge und erfolgreiche Polizistin Colomba kehrt nur mühselig in ihr altes Leben nach einem Bombenattentat in Paris zurück. Von ihrem alten Chef wird sie trotz Ausschluss zu einer laufenden Ermittlung in einer Kindesentführung gerufen und trifft dort auf Dante, der während seiner Kindheit seinen eigenen Entführern entkommen konnte.

Die Geschichte nimmt ihren Lauf und zieht dabei unglaubliche Linien durch den italientischen Geheimdienst, das Militär und selbst durch die eigenen Polizeireihen.

Aber niemand schenkt den die notwendige Unterstützung und den Glauben an die Mission der Beiden.

Colomba und Dante kommen dem „Vater“ immer näher und der geht dabei schonungslos über Leichen.

Zwei Ermittler, so gegensätzlich, die sich gesucht und gefunden haben! Ein wirklich ausgezeichneter Thriller über Kindesentführung, Misshandlung und ein unglaubliche Verstrickung!

Das Hörbuch macht mir Dante noch sympatischer und ein Hoch auf den Sarkasmus von Santiago!

Hanns Kneifel –
Telegones

Ausgerechnet Telegones hat sich Hanns Kneifel diesesmal ausgesucht. Mitten hinein in die alten Göttersagen stürzt sich

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der Leser hinein in die Figur des Telegones, der mit seinem Orakelspruch hadert. Er soll seinen Vater finden, aber er wird ihn auch töten.

Hanns Kneifel hat wie immer ein historisches Meisterepos geschaffen und Telegonos legt sich gewaltig ins Zeug um uns mit griechischen Mythen, Orakeln und alten mit sich hadernden Göttern zu erfreuen.

Spannung pur, mit Witz und auch mit einem gehörigen Schuss Abenteuer!

 

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