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Schlagwort: Trennung (Seite 1 von 2)

Joanna King –
Vier Schwestern

Ein Ferienhaus, vier Schwestern und ein großes Beziehungsdrama. Joanna King erzählt uns die Geschichte aus der Perspektive der Icherzählerin, der jüngsten Schwester, welche früh vom vermeintlichen Zuhause floh und ihr Leben und die Liebe auf der Tanzfläche suchte.

In Italien wollen die Vier ein wenig gemeinsam etwas Zeit verbringen, doch Rose, die zweitjüngste funkt gehörig dazwischen. Sie flieht aus diesem scheinbar trauten Heim. Während die drei übrig gebliebenen Schwestern sich den Kopf über Rose zerbrechen und sogar mit dem Schlimmsten rechnen, wird endlich alles auf den Tisch gepackt und Hass und Häme beschwören Ängste und ganz neue Einsichten herauf.

Als Rose sich zu ihrem Liebhaber bekennt und eine gewagte Entscheidung trifft, vermuten die beiden älteren Schwestern, die verbittert und um die eigene Liebe buhlend, sich umgehend auf die Seite des Exmannes schlagen, ist Roses Liebesgeplänkel nur ein kleiner Zeitvertreib.

Doch King spielt gekonnt mit den Vieren, lässt tief in die elterliche Beziehung blicken und weckt somit ein wenig Verständnis für das Handeln der jeweils Einzelnen.

Ein unruhiger Roman über die Erkenntnis, dass Liebe einfach kompliziert ist und ein Leben damit noch nie einfach war.

Joe Coomer –
Rosinante oder die Liebe zum Meer

Joe Coomer schreibt Geschichten aus dem Leben. Hier findet man keine ausufernden Geschichten oder unglaubwürdige Charaktere. Bei Coomer findet man Protagonisten, die man als Leser liebgewinnt und trauig auf der letzten Seite des Buches verlässt.

Rosinante ist eine Art Hafen im Hafen. Das alte Schiff wird zum Zufuchtsort für die arbeitslose und frisch verwitwete Archäologin Charlotte, die von ihren Eltern vor die Tür gesetzte schwangere Chloe und die an Demenz leidende Grace. Um das Trio perfekt zu machen, wäre da noch Pinky, der hässliche kleine Hund von Grace.

Während Charlotte immer noch um ihren verstorbenen Ehemann trauert, beginnt Chloe sich mit ihrer Schwangerschaft auseinanderzusetzen und wäre da nicht die schrullige Grace, die die Truppe gewaltig auf Trapp hält um Traurigkeit und Trübsal verfliegen zu lassen.

Mit Rosinante hat Joe Commer wieder ein Meisterwerk des Lebens mit viel Witz, Offenheit und auch einem tränenden Auge geschaffen.

Rowan Coleman –
Zwanzig Zeilen Liebe

Ein Brief an die Liebenden am Ende eines Lebens ist eine Verabschiedung der ganz besonderen Art. Rowan Coleman hat einen wunderbaren Roman über diese Abschiedsbriefe geschrieben und überzeugt mit bezaubernden Charakteren, deren Leben nicht gerade einfach und meist in einer tiefen Krise stecken.

Stella die Hospizkrankenschwester als Überbringerin der Briefe, Hope als ehemalige kranke Bewohnerin sowie ein begeisterter Kater namens Jake erzählen von der Liebe und auch vom Abschiednehmen.

Unglaublich romantisch, ehrlich und traurig zugleich!

 

 

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