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Stuttgarter SlowFood Messe 2019

Bildnachweis: Messe Stuttgart

Wie jedes Jahr freue ich mich auf die SlowFood Messe in Stuttgart. Dieses Jahr hatten wir uns den Schwerpunkt auf Zero Waste und Fair Handeln gelegt.

Natürlich durfte auch die Halle mit der i-Mobility nicht fehlen. Jedoch war hier ein Rückgang der „normalen“ Automobilhersteller festzustellen. Gerade hier fand man letztes Jahr allerlei Automarken und konnte auf einen Schlag einen Blick ins Auto werfen und auch auf dem Außengelände teilweise die Fahrzeuge auf Herz und „Elektro“-Niere testen. Der diesjährige Schwerpunkt lag hier weniger auf den Fahrzeugen, dafür waren allerdings Alternativen geboten.

Ob Elektroscooter oder E-Bike, dank der Teststrecke für Klein und Groß konnte man hier sein Wunschfahrrad oder den Roller austesten.

Da wir dank der großzügigen Bauarbeiten und Staus auf den Autobahnen nur einen begrenzten Zeitrahmen zum Besuch der Messe hatten, mussten wir uns auf 4 Hallen beschränken.

Gleich am Eingang wurden wir von Dance-Musik und feurigen Tänzern empfangen. Die Kulturbühne am Eingang bot für alle Zuschauer diverse Tanzvorstellungen.

Ganz dem SlowFood Gedanken durften wir ausgezeichnete Produkte testen und verkosten. Genuss und hochwertige Produkte fanden hier Gourmets und Interessierte.

Ein großes Anliegen war uns auch die „Fair Handeln“. Das Thema Nachhaltigkeit wird hier wirklich großgeschrieben. Endlich bin ich auch hier nach langer Suche nach einer Brotbox aus Metall fündig geworden.

Auch bei Fairer Mode zeigt sich hier ein Wandel. Die Kleidung wird bunter, man findet auch mehr Auswahl an „Business“-Stücken. Mit mutigen Sprüchen und Aufdrucken versehen, findet man leicht das passende Shirt oder Kleid.

Bepackt mit zahlreichen Flyern, Visitenkärtchen und auch Ausstellerkatalogen können wir nun in Ruhe die Messe nochmal Revue passieren lassen.

Ein großes Dankeschön auch an die Zeitschriftenverlage. Dank der kostenlosen Magazine fand sich auch hier noch die ein oder andere Idee, um einen nachhaltigeren Lebensweg bestreben zu können.

Ob mit Green Lifestyle oder greenup hier erhält man definitiv einen aktuellen Überblick über die Szene.

Herzlich bedanken möchte ich mich auch dieses Mal beim Stuttgarter Messeteam für den rundum gelungenen Messetag! Es war mir wieder ein Vergnügen.

Phoebe Locke –
Rachemädchen

Phoebe Locke – Rachemädchen

Der dunkle Mann geht um!

Miles und Sadie bekommen noch während ihres Studiums die kleine Amber. Als diese gerade mal zehn Tage alt ist, flieht Sadie Hals über Kopf und lässt Miles mit dem kleinen Säugling alleine.

Nach fast sechzehn Jahren kehrt Sadie genauso überraschend zurück. Während Miles sie mit Samthandschuhen behandelt, versucht Amber in ihr die Mutter zu sehen, die sie sich in früheren Zeiten ersehnt hat.

Während Amber ein scheinbar normales Teenagerleben lebt, fürchtet Sadie erneut um das Leben ihrer Tochter. Sie merkt zu spät, dass das unweigerliche Ende Ambers schon lange besiegelt ist.

Ambers Geschichte soll von einem Filmteam vermarktet werden. Während die Regisseurin Frederika es einzig auf die erstklassige Story abgesehen hat, beschließt die Aufnahmeleiterin Greta, hinter Ambers Kulissen zu sehen.

Phoebe Locke packt den Leser bei seinem Gewissen und zeichnet mit einem Kamerateam rund um Ambers eine Geschichte, die wir aus eigenen Kindheitstagen kennen. Jeder kennt diese kleinen gruseligen Geschichten über den „Dunklen Mann“, der die Kinder raubt.

Locke wechselt zwischen den Perspektiven. Sie beschreibt eine Mutter am Rande des Wahnsinnes aus Sorge um ihr Kind und eine Tochter, die sich ihrer eigenen Fähigkeiten durchaus bewusst ist.

Ein dunkler Psychothriller, bei dem man mehr als einmal in die Falle tappt, bis einem klar wird, wer hier das „Drehbuch“ schreibt. Denn wer kennt nicht die Mähr um den „Dunklen Mann“?

Danke an Jellybooks und an den Fischer Verlag sowie an die Autorin Phoebe Locke für das kostenlose Rezensionsexemplar.

Günter Faltin –
David gegen Goliath

Günter Faltin – David gegen Goliath

Wir können Ökonomie besser? Können wir? Die Frage habe ich mir als Selbständige natürlich schon oft gestellt! Wir leben in einer Welt des Überflusses. Wir sammeln, horten und sind nicht in der Lage, uns von Dingen, ob gut oder schlecht, zu trennen.

Mit Günter Faltin begeben wir uns auf die Suche nach einem Ausweg aus unserem Dilemma. Wir blicken zurück in unsere wirtschaftliche Vergangenheit. Beeindruckend lesen wir von der Macht und der Gier der Marktführer und der Markeninhaber. Lernen von deren Tricks, deren Aufbau einer Marke und wie man es sicherlich heute mit einem guten Gewissen nicht mehr machen sollte.

Wie einfach kann es sein, mit einer guten Idee ein wirtschaftliches und stabiles Unternehmen aufzubauen? Mit simplen Strategien, die einem hier an die Hand gegeben werden, braucht man jetzt nur noch das richtige Produkt.

Bereits als junger Unternehmer sollte man sich darüber im Klaren sein, dass man nicht nur nach unermesslichem Reichtum streben sollte. Mit den Lebensgeschichten diverser erfolgreicher Gründer macht es einem Faltin leicht, die wesentlichen Themen der Ökonomie der Zukunft zu verstehen.

Scheitern ist ausdrücklich erlaubt. Das daraus resultierende Wissen gibt einem als Gründer ausreichend „Startkapital“ mit auf den Weg. Mit großem Interesse habe ich mich mit dem Thema Marketing beschäftigt. Hier gilt final die Ansage, weniger ist mehr. Große Werbeaktionen und Social Media Strategien sollten ausreichend überprüft und nur dezent eingesetzt werden.

Im letzten Kapitel zeigt Faltin, wie einfach es sein kann, mit wenigen Ressourcen nachhaltig und ökologisch ein Unternehmen aufzubauen. Gemeinsamkeiten als sinnvoll und Wertschätzung gegenüber seinen Lieferanten und Produktherstellern  scheint in der heutigen Welt nicht gerade selbstverständlich.

Beeindruckt war ich von der Ehrlichkeit und der Offenheit von Günter Faltin. Gegen den ökonomischen Strom zu schwimmen erfordert nicht nur Mut, sondern auch für mich eine lehrreiche Form des Egoismus.

Mit „David gegen Goliath“ sieht man die derzeitige Lage unserer Marktwirtschaft mal wieder dankenswerter Weise mit anderen Augen.

Ich bedanke mich herzlich bei Günter Faltin, bei Murmann – Haufe und bei Literaturtest für das Rezensionsexemplar.

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