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Schlagwort: Deutschland (Seite 1 von 2)

Carolin Elizabeth Talbot –
Cloudfänger

Carolin Elizabeth Talbot - Cloudfänger

Carolin Elizabeth Talbot – Cloudfänger

Amelias Geschäfte mit ihrem Start up „green pink living“ könnten nicht besser laufen. Dank stetigem Wachstum ist die junge deutsche Geschäftsfrau in London auf der Suche nach neuem Personal. Sie lernt dabei Cara kennen, die mit ihrem kleinen Sohn Charlie gleich schon beim Bewerbungsgespräch mit der Tür ins Haus fällt. Amelia ist überzeugt, dass sie in Cara, die sogleich auch ein wunderbares Marketingkonzept aus dem Stehgreif präsentiert, auch eine Freundin werden könnte.

Als Amelia wieder mal alles über den Kopf zu wachsen scheint, trifft sie auf dem Dach auf Blake. Dieser befindet sich gerade in einer Schreibblockade. Auf Abwegen macht er sich aus politischer Überzeugung lautstark, auch in den Medien, für den Brexit stark.

Es funkt gewaltig. Das Blake ausgerechnet Caras Mitbewohner ist und dessen politischen Ansichten auch deren Freundschaft ernsthaft bedroht, davon ahnt Amelia nichts.

Doch ist diese Liebe stark genug, um die politischen Ansichten Blakes und die Existenzängste Amelias zu überstehen?

Carolin Elizabeth Talbot schildert schonungslos offen, wie sich die Menschen in der heutigen Zeit auf der Suche nach Bodenständigkeit und Zuverlässigkeit sehnen. Politische Umbrüche, gerade innerhalb Europas, stellen Firmen vor entscheidende Fragen. Allerdings sollte dabei ein genauer Blick auf die Menschen, die dahinterstehen, und deren Existenzängste sowie deren Kampf um Weltoffenheit geworfen werden.

Mit „Cloudfänger“ startet der Leser in den ersten Teil einer Trilogie über Liebe, Hoffnung und in eine Welt des Umbruchs, die aktueller nicht sein könnte.

Ich bedanke mich herzlich bei Carolin Elizabeth Talbot für die zur Verfügungstellung des ersten Teils der Cloudfänger Trilogie.

Die im Artikel hinterlegten Verlinkungen, bzw. die Rezensionen beziehen sich auf Produkte, die ich nicht selbst erstanden habe, sondern von den Herstellern bzw. Verlagen oder Autoren zur Rezension kostenlos erhalten habe! #Werbung, Rezension

 

Beatriz Williams –
Die letzten Stunden des Sommers

Pepper Schuyler hat ein schwerwiegendes Problem. Schwanger von einem namhaften Washingtoner Politiker flieht sie von dessen Anwälten, die sie um ihr ungeborenes Kind berauben wollen.

Auf der Flucht wird sie von Annabelle gerettet, die ihr ihren stattlichen Oldtimer abkauft und sie somit zumindest finanziell vor dem Ruin bewahrt.

Sie lädt Pepper zu sich ein und die Geschichte um Annabelle, der amerikanischen Jüdin beginnt.

Kurz vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges verliebt sich die junge und unbescholtene Annabelle in den jungen Stefan, den sie nach einem Kugelhagel auf dessen Yacht verarztet und sich unsterblich verliebt.

Die Affäre währt nur kurz, endet mit einem gebrochenen Herzen und einer unverhofften Schwangerschaft.

Gerettet wird Annabelle von Johann von Kleist, einem deutschen Militär und Adligen, der dem Witwertum mit der begabten Annabelle entfliehen will und ihr eine unbeschwerte Zukunft und einen Vater für das uneheliche Kind verspricht.

Als in Deutschland Hitler seine Pläne umsetzt erfährt Annabelle von Stefans Vergangenheit und muss trifft eine weittragende Entscheidung.

Ein wunderbarer Roman von Beatriz Williams über zwei Frauen, die sich über eine Generation hinweg so ähnlich sind und ihresgleichen suchen und schließlich finden.

Mit Pepper erleben wir eine wagemutige junge Frau, die das Leben schon längst verstanden hat und in Annabelle eine Frau, für die Liebe und Familie einfach alles bedeutet und hinweg über die Trümmer Deutschlands, einer versagten Liebe und einem unverhofften Wiedersehen sich endlich der Vergangenheit stellen kann.

Mein Lieblingssatz aus diesem Buch stammt von Sacha Guitry: »Wenn dir ein Mann die Frau stiehlt, gibt es keine bessere Rache, als sie ihm zu überlassen.«


Rafik Schami –
Ich wollte nur Geschichten
erzählen

Ein Hörbuch der ganz besonderen Art. Mit der Kunst des Erzählens entwaffnet Rafik Schami jeden bösen Gedanken.

Mit seiner Landung in Frankfurt im Jahr 1971 beginnt die Erzählung über sein bisheriges Leben. Auf der Flucht vor dem Regime und irgendwie auch vor einem kleinen Teil vor sich selbst begibt er sich nach Deutschland. Bepackt mit einem riesigen Stapel Papier, seinem wichtigsten Hab und Gut, gelingt es ihm nach und nach Fuß zu fassen in einem Land, was so völlig fremdartig und so ganz anders ist als seine Heimat Syrien.

Als Exilautor erzählt er uns kleine Erlebnisse, seine Hoffnungen und seine nie endenden Träume von einer guten Welt, in der alle Menschen ein Daseinsrecht und das Recht auf wiedergewonnen Träume haben.

Wer mehr Einblick hinter den so bekannten und doch so scheuen Autor erhalten will, hat sich genau richtig für dieses Hörbuch entschieden.

Gelesen von Wolfgang Berger, gelingt es dem Verlag erneut, einem Autor eine passende Stimme zu verleihen, die uns auf das Schicksal vieler Menschen und auf deren Träume aufmerksam macht.

 

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