Jürgen Ehlers
Sturm in die Freiheit

Wolf Littke ist ein junger U-Boot Kommandant. Vor Englands Küste begeht er einen schwerwiegenden Fehler. Er torpediert ein Passagierschiff und lässt kurz darauf das Boot auftauchen. Er rettet eine Frau mit ihren beiden Kindern und gerät unter englischen Beschuss.

In Haft steht unmittelbar seine Exekution bevor. Er zählt seine letzten Sekunden als ihm ein englischer Agent ein Angebot macht.

Von nun an wird er als Agent ausgebildet. Gemeinsam mit Leszek, Igor und Aaron soll er einen Anschlag auf Hitler verüben.

In Deutschland angekommen sind die vier Agenten keine Sekunde außer Gefahr. Wolf erhofft sich Hilfe von seinen Eltern und alten Bekannten. Ausgerechnet sein alter Schulfreund Bernd, seine Kontaktperson zu den Engländern, soll ihn und seine Mission unterstützen.

Wolf, der stets seinen drei Kollegen skeptisch gegenübersteht, beginnt mit seinem Plan. Doch schnell kommen ihm erste Zweifel. Seine eigenen Interessen stellt er, genau wie seine drei Mitstreiter erst mal in den Vordergrund. Er begreift erst nach und nach, was in Deutschland wirklich vorgeht.

Das schweißt die vier Agenten zusammen und der Plan kommt zielstrebig voran, bis Hitler diesen dank geänderter Reiseziele durchkreuzt.

Jürgen Ehlers erzählt von einer Zeit des Zweifels. Wolf Littke bemerkt fast zu spät, was in seinem eigenen Land vor sich geht. Jeder ist sich selbst der Nächste. Eben noch Freund, jetzt vielleicht Feind. In jeder Ecke wimmelt es vor Denunzianten und vermeintlichen Doppelagenten. Wer steht hier auf welcher Seite und welche ist denn die Richtige?

Ehlers blickt zurück in ein sehr dunkles Kapitel unserer Geschichte. Tag um Tag kämpfen Menschen für dubiose Ideologien, vermeintliche Freiheit und Macht.

Doch lernen wir auch daraus?

Herzlichen Dank an Jürgen Ehlers und an den Heyne-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Sehr zu empfehlen ist auch der Krimi „Nur ein gewöhnlicher Mord“ von Jürgen Ehlers.

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