Niels Krause-Kjaer
Königspatience
Intrige im Parlament

Es wird politisch. In Dänemark bleibt die Erde kurz stehen, als der König der demokratischen Partei Aksel Bruun bei einem Autounfall verunglückt und im Koma liegt.

In der Fraktion brodelt es. Wer wird der Nachfolger? Das weckt natürlich auch die Neugierde der Presse. Ulrik Torp, erfahrener Journalist, erhält brisante Informationen direkt aus der politischen Zentrale und kann es kaum fassen. Stimmen diese Informationen, die an die Presse gingen? Torp ist kein Typ für Sensationspolitik und unterlässt die Veröffentlichung.

Nichtsahnend, dass ausgerechnet daraus der erste Stein seines tiefen Falls ins Rollen kommt.

Die demokratische Partei teilt sich inzwischen in zwei Lager auf. Die potentiellen Nachfolger Bruuns liegen schon immer im Klinsch miteinander. Erik Pingel hat die Macht in der Hand während Sven Gunnar Kjeldsen merkt, dass ihm nach und nach die Luft ausgeht. Doch der wahre Meister in diesem Spiel ist Peder Schou. Der überaus geschickt agierende Parteisekretär hat schon lange den Plan in der Tasche.

Das Spiel ist nunmehr also eröffnet. Zahlreiche Strategien werden verfolgt und jeder fühlt sich unmittelbar an der Macht. Als Torp nicht wie gewünscht agiert, lässt man auch hier den nächsten Schritt vorbereiten.

Die Zerstörung ist vorprogrammiert – doch hat man auch mit allen Spielern auf dem Feld gerechnet?

Fazit

Niels Krause-Kjaer hinterlässt einen faden Beigeschmack. Wird so Politik gemacht, wird so Presse gemacht? Jeder noch so kleine Lokalpolitiker wird dies bestätigen. Genau so wird Politik gemacht.

Die bittere Wahrheit über dunkle Parteikassen, Intrigen und Machtgerangel stehen leider an der Tagesordnung.

Die Wahrheit ist hier stets völlig nebensächlich.

Herzlichen Dank an Niels Krause-Kjaer und an den Saga Egmont Verlag für das Rezensionsexemplar.

Ebenfalls ein großes Dankeschön an Literaturtest, die diese Egmont-Leseaktion ins Leben gerufen hat.

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