Penelope Williamson –
Über den Wolken

Cassie Jones ist alles andere als Langweilig. Die junge Frau fliegt für ihr Leben gerne und will das natürlich auch der ganzen Welt beweisen.

Sie bewirbt sich bei einem Wettkampf und gewinnt den Flugwettbewerb. Sie muss jetzt jedoch gegen den kriegserfahrenen Linc Cameron. Es winkt ein sehr großzügiges Preisgeld. Das heizt die Gemüter rund um Cassie und Linc an.

Der Flugwettbewerb soll quer über die amerikanischen Bundesstaaten hinwegziehen.

In ihrem kleinen Heimatstädtchen im tiefsten Virginia ist Cassie bekannt wie ein bunter Hund. Dort wohnt sie mit ihrem Onkel, einem Eigenbrötler. Im Jahr 1919 kämpft Cassie natürlich nicht nur gegen ihren eigenen Starrsinn an, sondern auch gegen die Vorurteile sämtlicher Männer.

Während des Wettbewerbes wirbt Cassie auch für die Macht der Frauen und die anstehende Änderung im Wahlrecht.

Ihr Nachbar und Jugendfreund Edward Farrell macht sie mit dem Kriegshelden Linc Cameron bekannt und zwischen den beiden Piloten entwickelt sich eine Art Hassliebe.

Cameron kämpft mit den Schrecken des Krieges. Ihn plagen schreckliche Alpträume und einzig das Fliegen hilft ihm, diese kurzzeitig hinter sich zu lassen. Cassie gelingt es nach und nach, hinter Lincs hochnäsige Fassade zu blicken.

Bepackt mit allerlei Last, Stolz und Vorurteilen bringt die Fliegerei beide Piloten einander näher.

Penelope Williamson erzählt feinfühlig von Cassie, der jungen mutigen Frau und ihren mutigen Zukunftsplänen. In Virginia weht damals noch ein anderer Wind. Die Position der Frauen ist in den Südstaaten klar geregelt und fest in Männerhand.

Aber dass es auch Männern nicht immer gelingt, ihre inneren Dämonen zu besiegen, spiegelt Williamson in Linc Cameron wieder. Die Schrecken des Krieges wiegen schwer.

Ein spannender Roman über den Wolken mit rasanten Loopings und schwierigen Landungen.

Von Penelope Williams habe ich bisher auch „Westwärts“ gelesen. Die Rezension dazu findet ihr hier.

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