James Gould-Bourn –
Pandatage

Danny ist auf der Suche nach einem neuen Job. Sein Vermieter hängt ihm in Nacken und droht mit dem Vorschlaghammer. Danny ist so verzweifelt, dass er einfach jeden Job annehmen würde, doch ohne jegliche Erfahrung ist das selbst im Umkreis von London schier unmöglich.

Völlig deprimiert kauft er sich ein Panda-Kostüm um im naheliegenden Park es den Straßenmusikern gleich zu tun. Den Zuschauern sitzt das Geld locker und die Brotdosen der Künstler sind stets gut gefüllt.

In der Schule macht sich Will, Dannys Freund mal wieder keine Freunde. Seit einem Jahr weigert er sich zu sprechen und überlebt den Schulalltag nur dank seinem Freund Mo, der als sein Sprachrohr dient. Der Tod der Mutter Liz vor einem Jahr hat ihm einfach die Sprache verschlagen.

Frisch an der Schule hat der neue Lehrer jedoch ein Auge auf Will geworfen und nimmt ihn sich seiner an. Doch nach der Schule warten wieder die üblichen Schlägertypen auf Will und Mo.

Danny hingegen hat ganz andere Sorgen, eine Lizenz muss her und da hilft mal wieder Ivan, sein ehemaliger Kollege und Retter in der Not. Doch selbst mit der Lizenz geht es nicht vorwärts, bis er auf Krystal trifft. Die zieht ihm gehörig die Ohren lang. Eine Tanzeinlage im Panda-Kostüm muss her und wer könnte ihn besser trainieren als Krystal? Seine einzige Rettung: der erste Preis im anstehenden Straßenkünstlerwettbewerb. Aber mit seinen „Fähigkeiten“?

Zufällig trifft Will auf seinen Vater im Panda-Kostüm und spricht ihn nichtsahnend an. Danny kann es kaum glauben und beginnt, sich Notizen von Wills Nöten und Hoffnungen zu machen. Das allerdings geht gehörig schief und es kommt zur großen Enthüllung.

Fazit

Wenn ich es nicht besser gewusst hätte, hätte dieses Buch nicht so lange auf meinem SUB gelegen.

Ein Roman, der so einfühlsam die Gefühle von Will und so hart das Leben von Danny erzählt. Immer im Hinterkopf Liz, die tote Mutter, deren Verlust beide kaum Atmen lässt. Erst die bitteren Umstände, Obdachlos zu werden, bringt die Beiden zueinander. Unglaubliche Situationskomik und Dannys erstklassige Schlagfertigkeit bei den zahlreichen Wortgefechten lassen kein Auge trocken.

Eine liebenswerte Vater-Sohn-Geschichte, deren Nebendarsteller ebenfalls sehr großes Herz beweisen und wunderbare Freunde fürs Leben werden.

Herzlichen Dank an James Gould-Bourn für diese herzliche Geschichte und an den Kiepenheuer & Witsch Verlag für die Bloggerleseaktion sowie das Rezensionsexemplar.

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