Irgendwie konnte ich nicht wirklich etwas mit Lionel Shrivers Buch – Liebespaarungen – anfangen. Anfänglich hat mir die Leseprobe gut gefallen.IMG_20160514_085338

Die klassische Zwickmühle in der Liebe.
Zwei Männer, grundverschieden und welchen davon wähle ich. Ich denke, dass sich fast jede Frau oder gar auch Mann in diese Situation hineindenken kann.
Aber letzten Endes muss man wählen.
Irina McGovern steckt in dieser Situation. Der Roman berichtet über ihr Leben. Besser gesagt, jeweils ein Kapitel mit dem jetzigen Mann und dann im Folgekapitel die Story mit dem anderen Mann.
Die Charaktere sind schnell aufgezeigt: Irina die Mittvierzigerin; Lawrence, ihr Anker und Hafen aber auch eine sexuelle Katastrophe und natürlich Ramsey, der Snooker-Spieler und Raufbold mit klassischer Nichtschulbildung aber jemand, den man begehren muss.
Entscheidungen stehen an, kaum werden welche getroffen.
Ich hatte mir persönlich etwas mehr Story erwartet. Stattdessen kenne ich mich jetzt bestens mit den Snooker-Regeln aus. Aufgrund des Buches habe ich plötzlich auf einem Sportsender tatsächlich ein Snooker-Wettkampf angesehen. Einfach unglaublich. Es ist einfach zu langatmig geworden. Entweder ist das Thema Sex oder Snooker, dazwischen erscheint irgendwie nichts von Interesse. „Arme Irina“ wird so mancher Leser denken und „Gott sei dank, ich dachte schon, mein eigenes Leben sei langweilig!“.

Aus einer schönen und anfangs interessanten Story ist leider eine etwas zu fachgesimpelte verkappte Erotikgeschichte geworden, bei der ich die einfache Liebe vermisse.