Elizabeth Gilbert –
Das Wesen der Dinge
und der Liebe

Alma Whittaker ist eine bezaubernde junge Frau, die Anfang 1800 in Philadelphia geboren wird. Gut erzogen und mit Bildung überschüttet genießt Alma ihre Jugend.

Doch irgendetwas fehlt. Sie hat starkes Interesse an der Botanik und beschließt, sich als Frau dort einen Namen zu machen. Dies bedeutet allerdings auch, gewohnte Konfessionen zu verlassen und ab und an auch Mut zu beweisen.

Doch ihre Familie zerstört ihr einen Traum nach dem nächsten. Sie gewinnt neue Geschwister und Freunde wird dafür jedoch mit dem Hinsiechen der Mutter scheinbar bestraft.

Als sie endlich wieder sie selbst sein kann, muss sie feststellen, dass man mit gerade mal vierzig Jahren als Frau und dazu noch unverheiratet nicht gerade gute Karrierechancen mit sich bringt.

Dennoch will Alma einen neuen Schritt in ihrem Leben wagen. Sie findet erneut Zugang zur Botanik und befasst sich immer mehr mit Moosen. Diese für Alma faszinierenden Pflanzen scheinen unvergänglich zu sein.

Unverhofft findet sie in Ambrose, ihrem langjährigen Begleiter einen geduldigen Ehemann. Unter Liebe und Ehe hat sich Alma jedoch falsche Hoffnungen gemacht. Ambrose geht seinen eigenen Weg und ist nur auf dem Papier ihr Gatte. Liebe findet Alma hingegen keine.

Nach weiteren familiären Tragödien findet sich für Alma endlich die Gelegenheit, ihren Traum von fernen Ländern, abenteuerlichen botanischen Reisen und vielleicht auch ein wenig Liebe zu finden.

Auf geht’s nach Tahiti! Immer im Gepäck dabei ist Ambroses dunkles kleines Geheimnis. Alma fühlt sich schuldig. Ihre Suche grenzt schon an eine Sucht, aber überspielt wird damit nur ihre wahnsinnige Verzweiflung, nie selbst geliebt und geliebt worden zu sein.

Fazit:

Elizabeth Gilbert zaubert mit „Das Wesen der Dinge und der Liebe“ einen kleinen botanischen und sehr emotionalen Wegweiser für eine junge Frau Anfang des 19. Jahrhunderts.

Mit Alma schafft sie ein Bildnis der damaligen Zeit. Selbstverwirklichung und Bildung waren machbar, aber gemeinsam kaum umsetzbar.

Man tolerierte gebildete Frauen, aber die Familie und der Haushalt galten als Pflicht. Alma beschießt es mit der Kür und macht sich dank großzügiger Hinterlassenschaften auf in die weite Welt abseits von Regeln und Normen.

Sie saugt die Botanik mit den Augen und dem Herzen auf.

Als Leser treiben wir Alma in unseren Gedanken voran in der Hoffnung, dass sie die wahre und reine Liebe noch finden wird.

Vielen Dank an Lovelybooks und an Bloomsbury Berlin für das kostenlose Rezensionsexemplar.

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Das Wesen der Dinge
und der Liebe

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