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Carolin Elizabeth Talbot –
Wir drehen uns noch immer auf der Welt

Carolin Elizabeth Talbot –
Wir drehen uns noch immer auf der Welt

Emma ist mit ihrer Welt endgültig fertig. Arbeitslos und ohne Hoffnung auf einen neuen Job muss sie zurück zu ihrer Großmutter. Genau in die Einöde zurück, von wo sie nach dem Abitur einst floh.

Die Zeit rinnt dahin und um die Beziehung der beiden steht es keinen Deut besser als nach der erstmaligen Trennung, bis Emma ein kleines Tagebuch in Sütterlin findet. Sie fasst sich ein Herz und fängt an es zu lesen. Nachdem sie ihre Großmutter mit diesem kleinen Büchlein konfrontiert, bricht endlich der Damm. Der Vergangenheit stehen beide mit offenen Armen gegenüber. Der Tod Emmas Eltern und das harte Leben der Großmutter hatte lange Jahre Schatten auf diese Beziehung geworfen.

Als Emma dann auch noch David, den jungen und quirligen Spanier kennenlernt, scheint sich die Welt endlich wieder weiterzudrehen. Doch auch David, geflohen auf der Suche nach Arbeit, sieht sich auf einem langen Weg des Scheiterns. Die Beziehung wird hart auf die Probe gestellt.

Emma greift erneut zu dem alten Büchlein und wird mit der Front des ersten Weltkrieges konfrontiert. Rudolf erlebt die erste Zeit wie im Traum. Es wird gefeiert und ausgiebig gelebt. Er trauert um die Zurückgebliebenen und um seine einzig wahre Liebe. Doch die Front rückt näher und als die ersten Schüsse fallen, wird auch Rudolf klar, dass ein Leben auf dieser Welt nicht nur aus sonnigen Tagen besteht, sondern auch viel Leid und Trauer mit sich bringt.

Mit Carolin Elizabeth Talbot begeben wir uns auf die Suche nach dem Sinn in unserem Leben und auf eine lange Reise. Begleitet durch ein altes Tagebuch aus Kriegszeiten lernen wir mit Emma, David und der Großmutter verschiedene Sichtweisen und Überlebensstrategien kennen, die sich quer durch Europa und scheinbar auch durch alle Schichten zieht. Selbstfindung, Verzeihen und Liebe resultieren aus unseren Stärken und Schwächen.

Vielen Dank an Carolin Elizabeth Talbot für das Rezensionsexemplar. Es war mir wieder ein Vergnügen. Meine Rezension zum Erstlingswerk „Cloudfänger“ findet Ihr hier.

2 Kommentare

  1. Hallo Tina,

    das klingt nach einer interessanten Lektüre und macht uns deutlich, was die Menschen zu Kriegs- und schlechten Zeiten alles durchmachen mussten. Wie sie sich durchgebissen haben und nicht sofort das Handtuch schmissen, wie es heutzutage häufig der Fall ist. Ich lese gerade auch ein Buch, indem ein Tagebuch aus der Bauhaus-Szene eine Rolle spielt. „Wenn Martha tanzt“ ist der Titel. Es liest sich toll, solche Bücher, die in die Vergangenheit führen mag ich sehr.

    Liebe Grüße
    Barbara

    • Tina

      Februar 10, 2019 at 7:04 pm

      Liebe Barbara,
      vielen Dank für den Tipp. Der Bauhausstil hat mich schon immer fasziniert und ich liebäugle schon lange mit einer Wagenfeld-Lampe.
      Jetzt hätte ich dank Dir noch den passenden Roman dazu. Ich bin gespannt, wie gut beide harmonieren.
      Liebe Grüße
      Tina

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