Albert Borris –
Zehn Gründe die todsicher fürs Leben sprechen

Was wäre, wenn man es auch nach dem dritten Mal nicht schafft, aus dem Leben zu treten? Owen hat einfach keinen Nerv mehr für das Leben. Er hasst es und schafft es trotzdem nicht wirklich, ihm davon zukommen.

Auf der Suche nach einer Lösung für sein Lebensproblem wird er im Internet auf eine Gruppe von Jugendlichen aufmerksam, die ein klares Ziel vor Augen haben.

Gemeinsam mit ihnen beschließt er einen unumgänglichen Pakt zum Selbstmord.

Was anfangs also alles nur total fern, fremd und anonym im Internetchat stattfand, wird nun für die Vier bittere Realität.

Um sich darüber aber auch völlig im Klaren zu sein, bereisen sie in einem alten klapprigen Auto auf Friedhöfen quer übers Land verteilt die Grabstätten berühmter Selbstmörder und es gilt eine aktuelle To-Do Liste vor dem Tod noch abzuarbeiten. Die Liste ist so ungewöhnlich wie die Vier.

Doch die Reise wird immer länger, mehr Friedhofstourismus fordert das Quartett. Unterwegs lernen sich die vier Jugendlichen Owen, Audrey, Frank und Jin immer näher kennen. Obwohl alle vier sich ihres endlichen Zieles immer klarer werden, beginnen aber auch der Zweifel und somit auch ein Hauch von aufkeimendem Lebenswillen mit auf diese Reise zu gehen.

Albert Borris erzählt über ein oft stillgeschwiegenes Thema. Als Leser hofft man natürlich, dass die To-Do Liste niemals enden wird und somit auch das Überleben dieser vier außergewöhnlichen Jugendlichen gesichert ist. Doch der Zweifel nagt auch ab und an am Leser und man fragt sich, wie diese jungen und weltoffene Jugendliche für sich eine solche Entscheidung treffen können. Es gilt hier das Leben zu besiegen und nicht den Tod.

Borris schafft es leicht, die vier mit ihrem perfiden Plan zu mögen und auch deren Gründe für den selbst gewählten Tod zu akzeptieren.  Aber die Hoffnung stirbt bekannter Weise zu Letzt. Seite um Seite kommt man dem Ende näher….

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