Sonja Yoerg –
Jenseits des Weges

Yoerg schickt Liz und Dante auf den John Muir Trail.

Die junge Liz hat sich viel vorgenommen. Sie will raus aus ihrem Alltag, endlich raus in die Natur und mal etwas neues wagen. Der John Muir Trail quer durch Kalifornien soll dafür sorgen, dass sie danach wieder neu durchstarten kann.

Doch Liz reist nicht allein. Ungeplant muss sie Dante, ihren derzeitigen Freund mitnehmen, der sich ihr ungewollt aufgedrängt hat. Bis zum Abflug streiten die beiden darüber, dass Liz den Weg eigentlich alleine diese Tour wandern wollte, um zu sich selbst zu finden.

Nach den ersten Tagen auf dem Trail muss Liz allerdings feststellen, dass alles aus ihr herausbricht. Sie leidet unter Trennungsschmerz, ihrer Vergangenheit und der Wahrheit. Nachdem alles herausgebrodelt ist, hat die Lüge keine Zukunft mehr.

Als Liz sich einigermaßen wiedergefunden hat, merken die beiden, dass sie verfolgt werden. Die beiden Wanderer stellen sich als sehr merkwürdige Brüder heraus, die ständig ihren Weg kreuzen.

Den Weg, den Liz und Dante nun bestreiten müssen, ist nicht mehr dem ursprünglichen Ziel gewidmet.

Bei Sonja Yoerg war und bin ich mir immer noch nicht klar, ob es sich bei der Geschichte um einen Roman oder um einen Krimi handelt. Mal deutet der Erzählstrom Sonjas ganz nach einer Selbstfindungsstory und nur um dann an der nächsten Weggabelung des John Muir Trails sich als Weg der Verfolgung und der Flucht herauszustellen. So abwechslungsreich dieses Hin und Her auch sein mag, so ganz ging mir nicht auf, wohin Sonja Yoerg uns als Leser führen mag.

Ein Roman über den Trail und dem Weg zu sich selbst. Dieser Weg entpuppt sich allerdings, schlägt wie der Weg im echten Leben so oft mehrere Wege ein.

Der John Muir Trail ist einer der wirklich schönsten Wanderrouten quer durch Kalifornien. Es lassen sich auch kleine Teilstücke davon als Tagestour wandern und sehr zu empfehlen.

Vielen Dank an Sonja Yoerg, an den Harper Collins Verlag und an Lovelybooks für die spannende Leserunde.

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