Sam Savage –
Firmin –
Ein Rattenleben

Firmin ist eine stinknormale Ratte. Sie lebt in einem Bücherladen und erzählt über ihren Alltag in Boston. Okay, sie wohnt zwar in einem Bücherladen, aber der befindet sich in einem schäbigen und ziemlich heruntergekommenen Stadtteil von Boston. Es versteht sich von selbst, dass Immobilienhaie bereits ein Auge auf dieses Viertel geworfen haben und nach und nach die Häuser und die verfallenen Gebäude abreisen und in edle und teure Stadthäuser verwandeln.

Den Menschen und Tieren in diesem Viertel gefällt das selbstverständlich nicht. Aber es lebe der Fortschritt und es herrsche nie Stillstand.

Firmin ist sehr belesen. Dank zahlreicher psychologischer Ratgeber von Menschen über Menschen scheint er besser als jeder tierische Mitbewohner in diesem Viertel diesen Vorgang zu verstehen.

Fazit

Sam Savage macht es sich a la Hitchcock selbst in seiner Geschichte gemütlich und hinterlässt zahlreiche Zitate von Proust und Shakespeare, was die Story selbst irgendwie nicht besser macht.

Es war mir zu schleppend und viel zu viel Gerede. Aber wie Firmin schon so treffend bestätigt: So ist das Leben halt und manchmal sogar ein wenig langweilig.

Herzlichen Dank an Sam Savage, an den Ullstein Verlag und an Vorablesen.

Zusätzlich gibt es von mir selbst einen tosenden Applaus, da es sich tatsächlich bei Firmin um mein allererstes Rezensionsexemplar von Vorablesen.de handelte.

Sam Savage ist bereits im Jahr 2019 verstorben.

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