Karoline Jönsson –
Der Genuss wächst vor der Tür

Tipps & Rezepte für Obst und Gemüse

Karoline Jönsson lädt uns Leser auf ihren alten Bauernhof ein. In ihrer ganz persönlichen grünen Welt, wo Essen auf den Bäumen wächst und der Kompost das A und O eines gesunden Gartens darstellt.

Wer würde damit rechnen, das Karoline Jönsson zum Zeitpunkt des Buches gerade Mitte Zwanzig ist?

Überraschung!

Das Buch überrascht mit seiner puren Schlichtheit. Wer Life-Style-Cooking Rezepte sucht, sucht hier vergebens. Hier geht es nur um „Wohlfühlen“ und das im eigenen Garten.

Was finde ich also in diesem Buch? Ruhe, Geborgenheit und ja, auch leckere schlichte und ausgewählte Rezepte, die sich mit einem Bauerngarten ohne viel Aufwand auch kochen und genießen lassen.

Beim Nutzgarten angefangen geht es hier gleich zu den Grundlagen. Was wäre ein Garten ohne guten Boden? Über Kompostarten, Fruchtwechsel und sinnvolle Mischkulturen hinweg geht es zu den einzelnen Gemüsesorten.

Bei Jönsson findet man die eigenen Erlebnisse mit Radieschen, Kohl und Schnittlauch. Mal wird’s was, mal nichts. So wie das Leben halt läuft.

Weiter geht es mit dem hier etwas weniger klassischem Gewächshaus. Hyggelig mit alten Fensterscheiben zusammengebaut, wächst hier doch erstaunlich viel.

Im Kapitel über Obstgärten wird man gleich mit der Realität konfrontiert. Hat man bereits Obstbäume, ist man einer Ernte fast immer sicher. Pflanzt man sie jedoch erst, muss man sich in Geduld üben. Dies ist also das Zauberwort. Nicht gleich jeder Baum hat auch im nächsten Jahr sogleich Ertrag.

In Kapitel vier lernen wir die wichtigsten Kräuterarten kennen. Passenderweise findet sich dazu auch ein großzügiges Rezeptrepertoire über Teemischungen.

Final geht es in den „wilden“ Garten. Naturbelassenheit ist hier die oberste Regel. Mit Jönsson streift man auch durch den Wald, findet hier und da Pilze und Moosbeeren und freut sich über großzügiges Summen und Brummen.

Fazit:

Schlichtheit in ihrer vollen Gänze findet bei Karoline Jönsson Einzug. Schnickschnack sucht man hier vergebens. Die Rezepte sind klar strukturiert. Exotische Zutaten sucht man hier vergebens.

Alles was man anpflanzt, wird hier auf verwertet. Ob man Gemüsebrühe aus den Resten herstellt oder einfach die Himbeerblätter zu einem Entspannungstee trocknet. Der gute alte Bauerngarten hat wieder eine Lobby.

Hier wird man, wenn man den Bogen raus hat, langfristig mit gutem und gesundem Gemüse und Obst versorgt und kommt damit auch in den Wintermonaten in jeglicher Form des Haltbarmachens gut über die Runden.

Eine gelungene Hommage an einen Bauerngarten, die schlichter und schöner nicht sein könnte.

Ich bedanke mich herzlich bei Karoline Jönsson und beim Thorbecke Verlag für das Rezensionsexemplar.

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