Jean-Luc Bannalec –
Bretonische Verhältnisse

Dupin, sich seiner sehr selbstbewusst, muss sich eingestehen, dass sein neuer Job alles Bisherige in Frage stellt. Kommissar Dupon, eingefleischter Pariser hat es jetzt mit Bretonen zu tun. Frisch in seinem neuen Bezirk angekommen, liegt in dem sonst so behaglichen Touristenörtchen auch schon eine Leiche parat.

Eigentlich soll er heute Abend seinen Chef auf einer Veranstaltung vertreten. Die Partnerstadt aus Kanada hat ihre „Brüder“ herübergeflogen und der Ball steht kurz vor der Eröffnung. Doch Dupin sieht seine Pflicht ein wenig anders. Er genießt lieber seinen Cafe  und lässt das Handy getrost mal durchklingeln. Doch der Anrufer gibt nicht auf, die Leiche kann und will also nicht warten.

Das Opfer stellt sich als alter Mann, seine besten Jahre schon hinter sich, heraus. Als Hotelier hinterlässt er weniger Geld als sich seine Familie erhofft, sodass sich für Dupin schnell die Frage stellt, wer hatte hier überhaupt Interesse am Tod dieses alten Mannes?

Erst als ein echter und dazu noch unbekannter Gauguin in der guten Stube des Hotels auftaucht, sieht Dupin ein Licht am Ende des Ermittlungstunnels.

Fazit

Jean-Luc Bannalec macht es dem Krimileser leicht, diese kleine Gegend in der Bretagne warmherzig als nächstes Reiseziel aufzunehmen. Die Menschen lieben kleine Cafes, lange Sandstrände und ihre Beschaulichkeit.

Mit Dupin bietet Bannalec dem Leser genau das Gegenteil. Als Pariser muss Dupin erst mit der Mentalität der Bretonen klarkommen und deren kleine kauzige Eigenheiten verstehen lernen.

Für mich ein gelungener Auftakt einer neuen französischen Krimireihe!

Die Krimireihe in der richtigen Reihenfolge:

  1. Bretonische Verhältnisse (2012)
  2. Bretonische Brandung (2013)
  3. Bretonisches Gold (2014)
  4. Bretonischer Stolz (2015)
  5. Bretonische Flut (2016)
  6. Bretonisches Leuchten (2017)
  7. Bretonische Geheimnisse (2018)  
  8. Bretonisches Vermächtnis (2019)
  9. Bretonische Spezialitäten (2020)

Verfilmungen

  • Bretonische Verhältnisse
  • Bretonische Brandung 
  • Bretonisches Gold

Vielen Dank an Jean-Luc Bannalec, an Kiepenheuer & Witsch sowie an Vorablesen für das Rezensionsexemplar.

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