Caren Benedikt –
Das Grand Hotel

Das Grand Hotel, der erste Band der Familiensaga der von Plesows, die nach den Sternen greifen.

Auf Binz steht das hübsche und renommierte Grand Hotel der von Plesows. Bernadette leitet das Haus und geht völlig in ihrer Arbeit auf. Während ihr ältester Sohn Constantin in Berlin das angesagte Hotel Astor samt Varieté führt, wird sie von ihrem jüngsten Sohn Alexander so gut es geht unterstützt.

Josephine, die hübsche und lebensfrohe Tochter gibt sich ganz der Kunst hin und meidet jegliche ehrliche Arbeit im Hotel.

Es könnte nicht besser laufen, als eines Tages Männer des örtlichen Schutzgeldringes bei Bernadette auftauchen. Diese informiert Constantin, der seinerseits einen sehr großen und bestens organisierten Ring in Berlin führt. Er löst das Problem prompt und mehr oder weniger unauffällig. Das Grand kann wieder in ruhigen Bahnen fortgeführt werden.

Doch Bernadette und auch ihr Sohn Alexander streben nach mehr. Der Zugang zur Promenade steht unmittelbar bevor. Nichtsahnend freut sich Alexander auf den Erfolg, jedoch ahnt er nicht mal, welche Hürden seine Mutter für diese Zusage überwinden musste.

Während Bernadette, plötzlich mit Anfang fünfzig wieder frisch verliebt ist und sich ihrer rein „geschäftlichen“ Beziehung zum Stadtrat klar werden muss, beschließt Josephine ihr Leben in Berlin neu zu bestreiten.

Mit der Hilfe von Constantin findet sie neue Freunde und kann sich wieder ganz der Kunst widmen, bis eines Tages eine junge schwer misshandelte Frau bei ihr im Atelier Zuflucht findet.

Nur mit viel Mühe kann Josephine die Wahrheit über ihren so innig geliebten Bruder Constantin akzeptieren und beschließt, ihre Heimreise ins Grand anzutreten, nur um dort vor mehr als fragwürdige Entscheidungen gestellt zu werden.

Fazit

Mit Caren Benedikt begeben wir uns in ein Grand Hotel der ganz besonderen Art. Hinein in die 20er Jahre sind wir beeindruckt von der Macht und der Entschlossenheit Bernadettes, ihr Erbe zu bewahren.

Hinter jeder Ecke lauert ein dunkles Geheimnis und die Familienvergangenheit muss egal mit welchen Mitteln bewahrt werden. Bernadettes Kampf zwischen Schein und Sein kostet Kraft.

Erst zu spät merkt sie, was sie eigentlich erschaffen hat. Ihre Vergangenheit beginnt die mutige Frau einzuholen und hinterlässt eine Spur von Tod, Angst und Trauer.

Doch ich bin mir ziemlich sicher, dass Bernadette auch dies unverwüstlich überstehen wird und gekonnt ihren Weg in die Zukunft gehen wird.

Ein gelungener Einstieg in eine Hotel-Saga, die alle Fans von Downton Abbey definitiv gelesen haben sollten!

Vielen Dank an Caren Benedikt und an Blanvalet für das Rezensionsexemplar!

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