Grandioser Familienepos der Neuzeit mit unendlicher Liebe und unglaublich tiefer Trauer, damit kann man am besten das 750 Seiten lange amerikanische Familienepos von Wally Lamb beschreiben. IMG_20160831_202317
Caelum Quirk hat es nicht leicht. Seine Tante, die letzte Verwandte, liegt im Sterben und er muss hinreisen um sich um alles zu kümmern. Während seines Aufenthaltes in seinem alten Heimatort muss er feststellen, das gerade ein Massakker auf die HighSchool von Columbine erübt wurde. Seine Frau, die dort als Krankenschwester arbeitet hat überlebt, weil sie sich dort in einem Holzschrank versteckt hat. Eins führt zu anderen, seine Frau Mo kommt mit allem nicht klar und wird Drogensüchtig. Sie kehren zurück zur geerbten Familienfarm und mal erhält Einblicke in die frührere Familie Quirk. Der Hof wird ausgebaut und vermietet. Die Mieterin erforscht die alten Aktensammlungen und schreibt ein Buch über die Familie Quirk, deren Tanten das erste Frauengefängnis in den USA gegründet haben. Die Geschichte ist hinreissend und Caelum erfährt mehr über seine Familie als ihm lieb ist.
Mo überfährt im Rausch einen Jungendlichen und muss selbst für 5 Jahre ins Gefängnis. Somit schließt sich der Kreis, denn Mo muss in das „Quirk-Gefängnis“, welches von Caelums Vorfahren gegründet und geführt wurden.
Nach langen Ehetechnischen Durststrecken und dem Mangel an Geld gelingt es den beiden jedoch, trotz Haft wieder auf einen grünen Zweig zu kommen. Mo stirbt kurz darauf in Haft an einer Hirnblutung.

Ein langer Roman mit viel Inhalt. Viele alte Geschichten um Mark Twain, dem Rassismuss, dem Schul- und Rechtssystems der USA und die wahre Liebe und Freundschaft sind der Inhalt dieses Romans.

Caelum, ein durch und durch gebeutelter Mensch geht trotzdem am Ende der Geschichte als ein offener und herzlicher Mensch dem Rest seines Lebens entgegen. Festzustellen ist, das auch die USA nicht immer das Land der Träume ist, aber es ist ja auch nur ein Roman….