Johannes Theodor Barkelt –
Klarer Fall

Biebert und Krollmann sind perfekt geschaffen füreinander. Während Biebert seiner Zeit als Soldat nur wenig hinterhertrauert, beschafft Krollmann als ehemaliger Versicherungsvertreter die notwendige Klientel.

Die biedere Ausstattung des Detektivbüros der beiden Ermittler entspricht ihrem Stil. Klar, schlicht und schnörkellos.

Als nach einer unendlich langen Durststrecke ein Mandant auftaucht herrscht Euphorie. Doch dieser stellt gleich zu Beginn an fest, dass für ihn nur Barzahlung in Frage kommt. Biebert beschleicht sofort der Gedanke der Steuerhinterziehung, doch immer noch besser als die drohende Insolvenzanmeldung der Detektei.

Klare Sache also. Der Mandant schildert sein Problem, zahlt seine zweitausend DM Vorschuss und lässt die beiden in ihrer Berliner Kanzlei allein zurück. Geblendet vom ersten Erfolg der Detektei müssen die beiden frischen Ermittler gleich zu ihrem ersten groben Fehler stehen. Wer war denn überhaupt dieser Mandant?

Der Auftrag ruft und ausgerechnet Manfred Krollmann, der mit großem Optimismus in den Fall einsteigt, blickt schneller als im lieb ist in den Lauf einer geladenen Waffe….

Fazit

Johannes Theodor Barkelt macht schnell klar, dass Biebert und Krollmann geblendet von Euphorie ganz schön auf die Probe gestellt werden. Beide, durchs Leben geschleudert, müssen sich eingestehen, dass der scheinbar klare Fall sich in einen Albtraum entwickelt.

Gekonnt erzeugt Barklet Spannung und lässt dabei Biebert und Krollmann mal mehr und mal weniger im Regen stehen. Da hilft bei beiden auch kein Sarkasmus. Der miesen Realität muss finster ins Auge geblickt werden.

Für den ersten Fall durchaus gut gestrickt und mit feinem Sarkasmus und Ironie versehen. Gefällt mir.

Eigenes Rezensionsexemplar

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